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Spanien - Kurztrip 2003:
Eigentlich hatte ich in meinem Bericht Spanien 2001 geschrieben: " Eins ist sicher, wenn wir wieder eine Tour machen, dann mehr Zeit und nicht mehr Autobahn!". Aber was interessiert mich mein Geschwätz vor zwei Jahren?! Wir berichten über unsere Gewalttour Spanien im Mai 2003!
Am 06. Mai in der Früh um 3.30 Uhr starteten wir in Stockach. 1350 km liegen vor uns, der Wetterbericht sieht nicht schlecht aus. Um kurz vor 8 waren wir schon in Genf. Die Temperaturen sorgten für mächtig verschmierte Visiere, wobei Paco einen Visierreiniger für alle mitgenommen hatte, der sich jetzt bewähren konnte (einsprühen, ein bisschen einwirken lassen, abwischen und fertig - funktioniert super!).
Es lief alles prima. Schnitt lag so bei 150-160km/h. Leider mussten wir alle ca. 200km einen Tankstop einlegen. Die Transalp konsumiert unter Volllast fast 9 ltr/100km. Camillos GSX 600 F und Paco´s Tiger verbrauchten vergleichbar viel, irgendwo um 6ltr/100km.
Südfrankreich dem Meer zu, erlebten wir gemeinsam die dort bekannten Winde und Böen, die Paco allerdings noch schlimmer erlebte (siehe Spanien 2001). Autobahnausfahrt Amposta begann es dann doch noch die letzten Meter zu regnen. Wie wir später hörten, ging das schon den ganzen Tag so. Deshalb waren auch etliche Barrancas (Flussbetten, die sonst immer leer sind) recht ordentlich gefüllt. Alles in allem sind wir die 1350 km in 14 Stunden gefahren. Am späteren Abend waren wir noch im La Luna und neben deutschen und spanischen Spezialitäten gabs auch Tinto de la Casa.
Der Mittwoch war total verregnet, wir ließen´s uns gut gehen. Tinto, zwischendurch essen und viele interessante Gespräche ließen die Zeit verfliegen. Nachmittags haben wir uns Vinaros zu Fuß angesehen (auch das war gut, denn nach 1350km per Moto geht man denn auch gern ein paar Meter per Pedes). Abends im La Cabana dann diverse landesübliche Spezialitäten und ...... na klar, der versierte Leser weiß Bescheid!
Am Donnerstag packte uns dann aber wieder das Fieber, es ging los, zunächst in´s Ebro-Delta, mit seinen vielen Kanälen, Reisfeldern, Flamingos und was es sonst noch alles zu sehen gibt. Mittags gab am Playa Eukalypti - Pescatido fritto mit Salat und Tinto. Nachmittags fuhren wir noch nach Peniscola und in aller Eile zeigte Paco noch die Burg und einige Besonderheiten. An diesem Donnerstag Abend gab es Pizza in der Casa José. Der Chef (ein Spanier, der in Geislingen an der Steige eine Pizzeria hatte) kocht ausgezeichnet, auch insbesondere Fisch!
Die Freitagstour begann erst gegen 11.00 Uhr, Paco musste vorher noch was amtliches erledigen. Dann begannen wir eine Rundfahrt von Vinaros und zunächst nach Morella führte. Nach einer Erfrischungspause fuhren wir über den Pass Torre Miró (über 1200m), weiter nach Castell de Cabre und dann nach El Bojar, beides total verschlafene Dörfer mit vielen herunter gekommenen Häusern. Von hier gings zu dem Bergdorf Fredes. Von Fredes fuhren wir Super-Serpentinen abwärts am Convikt Benifassar vorbei. Dann absolute Pflicht, wenn man hier ist, Mittagessen in Pobla de Benifassar, das Dorf am Ende der Welt. Direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus ist die kleine Bar, in der man am besten die especialidad de la Casa isst, für eine Person completto mit Tinto 11 Euro. Am Staussee von La Senia verbrachten wir noch etliche Zeit. Es ist wunderschön hier! Aber nicht nur die Gegend, sondern insbesondere die Sträßchen lassen das Herz des Bikers höher schlagen. Am Abend wurde auf unserem Dachgarten gegrillt (Schweinehals und Sardinen), frischer ensalada mixta und Tinto. Für unseren Besuch Maite und Manuel (mit Eboni, einem netten Pfeffer und Salz-Schnauzer) gabs wunschgemäß O-Saft (die beiden kümmern sich vorzüglich um unsere Casa!). Den Camillo brannte irgendwas unter den Nägeln, er eröffnete uns heute, daß er Morgen in aller Früh heimfahren wolle, "durchziehen", wie er sagte. Also, wir ließen ihn ziehen und machten selbst am Samstag eine Super-Tour.
Die Tour führte zunächst entlang des Ebros nach Tortosa. Weiter gings bis zur Abfahrt Gandesa. Auf der C 235 fuhren bis zur ersten Abzweigung steil bergan, das war genau das, was wir vor hatten - ab in die Berge!
An der besagten Abzweigung (N230) links Richtung Venta de Roc. Hier dann weiter auf der T 333 nach Comte de Prat und weiter nach Valderrobres. Auf wunderschönen Bergsträßchen geht´s nach oben. Während einer Orientierungspause lauschten wir sehr lange dem Solokonzert eines Vogels, das er offensichtlich für uns gab, der hörte nicht mehr auf.
So gut wie kein Verkehr, herrliche Schluchten, wunderbare Bergformationen - und bemerkenswert, auf Höhen von ca. 1000m und darüber Aprikosen-, Mandel- und Olivenbäume. Das Wetter angenehm warm, alles bestens!
Nach Comte de Prat in Richtung Horta de Sant Joan sehen wir eine Gruppe von 5 Voll-Crossern, die wie die Wildschweine fahren und wir alle Mühe haben, sie einzuholen. Bei Horta de Sant Joan sieht man von der T330 das Mas de Vinyals, eine wunderschöne Bergformation.
Weiter gings dann auf der A 1414 bis Fuentespalda. Hier gehts links ab, es gibt einen Hinweis auf ein Ölmuseum. Dieser Straße folgend kommt nach etwa 2-3 km links abgehend ein Hinweis auf einen Saldo (Wasserfall). Diesem Hinweis sind wir gefolgt. Auf einer halben Crossstrecke fahren wir nochmal ca. 1,5 km und dann haben wir ihn vor uns, den Saldo Perla.
Hier lassen wir uns nieder und erstmal gibt es eine tolle Brotzeit!
Allerhand Blödsinn, Mittagsschlaf und Erkundung der Gegend haben uns bestimmt 3 Stunden hier gehalten.
Beide Bikes bekamen hier eine Komplettwäsche, wie man an nebenstehenden Bilder gut sieht.
Paco´s Tiger fühlte sich wohl, zumal der Unterboden anschließend wie neu war.
Irgenwann, Spätnachmittags musste es wieder weiter gehen. Wir fuhren ganz kleine, aber gut zu fahrende graue Straßen Richtung Monroyo, dann Richtung Morella bis zum Torre Miró.
Auf dem Torre Miró habe ich dann neben meiner Tiger sogar einen echten Torro entdeckt. Im Gegensatz zum Tiger lag der aber nur faul rum!
Von hier gings weiter auf grauen Straßen, die wir teilweise schon am Freitag gefahren sind: Castell de Cabre, aber dann nicht über Fredes, sondern direkt zum Stausee von La Senia. Hier machten wir auf einer ordentlichen Holperstrecke noch einen Abstecher zum Ende des Stausee´s - herrlich und wunderschön ruhig!
Anschließend zurück nach Vinaros waren es alles in allem ca. 250km Freude pur!
Abends haben wir unsere Abreisevorbereitungen getroffen und bei einem gemütlichen Abendessen noch den Tinto genossen.
Also, lieber Camillo, wir können Dir sagen, hast so richtig was verpasst heute - aber so ist´s, wenn´s einen so unter den Nägeln brennt, verpasst man oft das Beste!
Am Sonntag Früh um 4.00 sind wir dann losgetigert. Am Abend um 18.00 waren wir zu Hause. Alles in allem hat die Fahrt viel Spaß gemacht - schmeckt nach mehr! |
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Tanken
in Genf
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Helm-
und Visierreiniger
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angekommen
und Tinto
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kurz
vor Morella
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fetzige
Sträßchen
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im
Hintergrund Morella
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Fredes
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Stausee
von La Senia
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so
klein ist das Wasser
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Besuch
von Maite und Manuel
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dringende
Pause in Tortosa
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Vogelkonzert
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Mas
de Vinyals
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Saldo
Perla von unten
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Saldo
Perla von oben
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Brotzeit
- Mahlzeit
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Fußbad
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Paco
beim Blödsinn
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Superrundblicke
vom Torre Miró
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El
Torro
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Am
Ende des Stausees
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