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Sardinien Oktober 2002: Unbedingt nochmal vor dem kalten Winter ins Warme, haben wir uns überlegt. Fünf Tage hatten wir Zeit, also unvernünftig wie wir sind: Auf nach Sardinien! Am 17. Oktober morgens gegen 9.00 Uhr gings los. Ging alles ganz gut bis kurz vor den Bernardino, da fings wieder (das ging uns dieses Jahr schon mal so am 2. Mai) zu regnen an. Aber es sollte noch besser kommen, Ausfahrt Bernardino-Tunnel, nicht nur ekelhafter Regen, sondern auch noch Nebel mit Sichtweite von 10-15m, grausig. Aber mit jedem Meter tiefer wurde es auch besser und an der ersten Raststätte, die dann kam, machten wir Pause mit Cappuccino und Check der Utensilien, aber soweit alles trocken.
Mehr oder weniger trocken, aber häufig mit starken Winden begleitet, gings zunächst nur auf der Autobahn weiter. Wir wollten bis Spätnachmittag in Genua sein, denn wir wussten, 18.30 Uhr sollte eine Fähre nach Sardinien abfahren. An der Fähre angekommen, hieß es erstmal, Tickets besorgen (übrigens, die Überfahrt mit Kabine für Motorrad und Fahrer kostet 120 Euro). Es waren schon jede Menge Fahrzeuge da, aber Tiger und Transe durften vor, wir fuhren als erste auf den Riesenpott.
Nachdem unsere Mopeds vom Personal fachgerecht verstaut wurden, haben wir unsere Kabine bezogen, uns frisch gemacht und danach die "Splendid" der Grimaldi-Line inspiziert. Ist ein toller Kahn mit einem Hauch von Luxus. Auf dieser Fähre ist wirklich für alles gesorgt, was man sich vorstellen kann, vom exclusiven Restaurant zum preiswerteren SB-Restaurant, Kindergarten, Kinosaal, Fernsehräume, Bars, Geschäfte und und und .... Die Fähre legte erst gegen 20.00 Uhr ab. Die Überfahrt dauert normalerweise 12 Stunden, so daß wir rechneten, am nächsten Morgen um 8.00 auf Sardinien zu sein. Mittlerweile war es schon so warm, daß wir in guter Touri-Manier in kurzen Hosen unterwegs waren (die Einheimischen mit Mütze und Mantel). Nach einem guten Essen mit Rotwein (der sollte uns auf unserer ganzen Tour begleiten) stellten wir fest, daß die Überfahrt alles andere als ruhig verlief. Die Fähre war sehr unruhig und da der Begleiter sein Essen behalten wollte, zogen wir es vor, uns in der Koje flach zu legen.
Die Nacht verlief gut, wobei ich merkte, daß es sehr unruhig auf und ab, herüber und hinüber ging. Gegen 6.30 Uhr wurde ich wach, es schaukelte nach wie vor. Eine Erkundung ergab, daß wir zwar schon Land sahen, aber das war Korsika. Wir erhielten auch kurz darauf den Hinweis, daß die Fähre erst gegen 10.00 Uhr in Porto Torre ankommen sollte. An nebenstehendem Foto kann man den schönen Sonnenaufgang, aber auch die unruhige See beobachten. Man sah einigen Passagieren an, daß es ihnen unwohl war. Die Fähre fuhr durchschnittlich knapp unter 30km/h. Wie man auf dem Foto sehen kann, war die See vor Porto Torre auffallend ruhig. Es war schön warm, so entschieden wir uns für die Jeans und nicht für warme Motorradhose. Jetzt sollte es erst richtig los gehen. Das Wetter war super, der Wind war weg und die Tiger wetzte schon unruhig die Krallen. Das Anlegen und die Ausfahrt aus der Fähre ging absolut unproblematisch, wer zuerst? Natürlich die Motos.
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, gings gleich los, Porto Torre - Stadtrundfahrt, aber nicht lange, wir wollten ja weiter an der Nordküste entlang, zunächst Richtung Santa Teresa. Erster Halt war in Punta Tramontana, gegen 12.00 haben wir uns hier eine deftige Brotzeit besorgt (Pane, Mortadella, Parmesan, Knoblauch und was sonst dazu gehört). Bei nebenstehendem Blick hat es besonders gut geschmeckt.
Ruhige Straßen, herrliche Ausblicke, schöne Kurven, ich kann Euch sagen, das sollte alles erst der Anfang sein. Ein Anfang, der schon toll war, man sollte meinen, besser kanns gar nicht mehr kommen! Castelsardo, eine der schönsten Küstenstädte Sardiniens. Sie thront 114m über dem Meer, ein unvergesslicher Anblick!
Unser Weg führt weiter an wunderschönen Buchten und Stränden nach Santa Teresa. Von hier aus geht eine Fähre direkt nach Korsika, was unsere Gedanken ungemein beflügelte, aber dazu später mehr. Wir hatten schon drei Uhr nachmittags und dachten langsam daran, uns ein Quartier zu suchen. Vorgebucht hatten wir nichts, denn wir waren ja in der absoluten Nebensaison hier. Also fuhren wir direkt von Santa Teresa über Arzachena nach Olbia (die Costa Smeralda ließen wir links liegen, dafür wollten wir einen extra Tag reservieren). Hier fragten wir einen Tankwart nach netten Örtchen am Meer, die sich als Bleibe anböten. Er nannte uns San Theodoro, Budoni und Posada. Also gings nach dem Tanken (übrigens, Tiger sind bedeutend bescheidener wie Transen, was den Durst angeht, bei jedem Mal tanken ca. 1,5 bis 2 Liter weniger!) erstmal Richtung San Theodoro. Zwischendurch musste, wie so oft ein Fotostop eingelegt werden, es ist einfach majestätisch, wie sich Isola Tavolara aus dem Meer erhebt! Nach einigen Kilometern kamen wir in San Theodoro an. Erstmal runter zum Meer! Es ist wunderschön hier! Unser Blick schweift übers Meer und bleibt an der Isola Molara hängen. Sonnenschein, warm und wie wir schnell merkten, das Wasser hatte bestimmt noch 21 Grad! Strand und Felsen sahen aus, als hätte alles einen Samtanzug. Das waren trockene Algen, was aber absolut nicht störte. Also hier suchen wir was, aber was - Ferienwohnung und von hier aus Unternehmungen oder Rundfahrt und jeden Tag ein neues Quartier. Ein Schild fiel auf, auf dem auch in deutscher Sprache Appertementos angeboten wurden. Also geklingelt, heraus kam ein gut aussehender, älterer Mann, ca. 65 schätzten wir. Es war Fritz aus Böblingen, der schon 40 Jahre in Sardinien lebt und der nicht 65, sondern 80 Jahre ist! Ja Sardinien hält jung, dort werden viele Menschen über 100 Jahre, erklärt er! Lange Rede, kurzer Sinn, wir bekamen die Ferienwohnung, obwohl wir ja eigentlich nur 4 Nächte bleiben wollten und Fritz die Wohnung normalerweise erst ab einer Woche vermietet. Also eingezogen, die Motos hatten gute Plätze im Hof. Nachdem alles gut versorgt war, gings zu Fuß in den Ort. Es fiel gleich auf, daß die Dörfer hier in Gallurien alle ziemlich weit vom Meer entfernt sind. Und ich hatte mir vorgestellt, am ersten Abend gleich eine schöne Fischplatte zu essen, so nahe am Meer, wäre das bestimmt gut! Auf diese Feststellungen komme ich später noch zurück. Es gab also keine Fischplatte, sondern eine sardische Wurst- und Käseplatte und danach eine Pizza Frutti di Mare, und natürlich Rotwein! Es war alles sehr gut. Anschließend haben wir noch den Ort erkundet, aber nicht lange, denn wir waren nach den heutigen Erlebnissen rechtschaffen müde!
Der zweite Tag auf Sardinien führte uns erst in eine Bar zum Frühstück, Cappuccino und Crossant und nebenbei die Planung für den Tag. Das Landesinnere war angesagt. Zunächst auf der gut ausgebauten Autostrada Richtung Nuoro, ins Zentrum der Barbagia. Die Straße schraubt sich mit klasse Kurven nach oben. Nuoro ist die Hauptstadt der Dichter und Hirten, typisch sardisch. Wir halten uns nicht lange in der Stadt selbst auf, sondern rauschen weiter bergauf zum Gipfel des Monte Ortobene. Von hier aus sieht man wundervoll ins Landesinnere, auch zum Monte del Gennargentu. Dieses Massiv heben wir uns auf nächste Mal auf, denn eins ist jetzt schon sicher, wir kommen wieder! Einheimische geben uns hier Tipps, was weiter besonders sehenswert ist. Zunächst wieder vom Berg runter nach Nuoro und dann gleich die erste links, Richtung Orgosolo. Wunderbare Straßen, wenig Verkehr, überall Weinberge, das macht Spaß und weiter gehts über Oliena nach Sorgente su Gologone. Im gleichnamigen Hotel sind wir eingekehrt, da gabs typisch sardische Spezialitäten, z.B. Spanferkel, Wurst- und Käsesorten und alles was das Herz begehrt. Glücklicherweise haben wir uns die Speisekarte vor der Bestellung angesehen, es blieb bei Rotwein und Bier und geraume Zeit später haben wir eine deftige, sardische Brotzeit gemacht, die mindestens so gut, aber viel, viel preiswerter war! Es ging weiter Richtung Dorgali. Im Ort gehts rechts ab in ein malerisches, sehr ruhiges Tal Richtung Monte Tiscali. Am Ende des Tales ist geht es zu einer vorgeschichtlichen Siedlung, wobei dies einen längeren Fußmarsch und das unbeaufsichtigte Abstellen unserer besten Stücke erfordert hätte. Also wieder zurück durch das schöne Tal, indem vorwiegend Wein angebaut wird. In Dorgali zurück fahren wir zunächst Richtung Parco del Nationale, nach einigen hundert Metern biegen wir links ab. Ein düsterer Tunnel bietet bei der Ausfahrt ein eindrucksvolles Erlebnis. Du kommst aus dieser dunklen Röhre und hast unter dir den Badeort Calo Conone und das weite Meer. Dorthin kommen wir über eine steile Serpentinenabfahrt. Am Strand treffen wir ein Bikerpaar aus Augsburg, er ging in Ironman-Manier ins Wasser!
Weiter von Cala Canone gings steil bergauf, schmale aber gute Sträßchen über den Monte Irveri (616m) in Richtung Orosei. Wieder auf der Hauptstraße (die 125) am Meer entlang Richtung Siniscola. Auf diesem Wege begegnen wir drei deutschen Huski-Crossern, die wir heute schon Mal gesehehen hatten. Da es aber schon auf den späteren Abend (Hunger!) zugeht, lassen wir die drei kurzerhand stehen und sind dann auch bald wieder in San Theodoro.
Ein Super-Abendessen beschließt den schönen Tag. Man beachte den Rotwein! Der Tag war erst am nächsten Morgen um 1/2 drei Uhr zu Ende, es gab viel zu erzählen!
Der Sonntag war der Costa Smeralda-Tag. Er begann wie der letzte Tag mit dem Frühstück in der gleichen Bar. Danach kurvten wir im wahrsten Sinne des Wortes Richtung Olbia. Von Olbia fuhren wir alles am Meer entlang, erst über Golfo Aranci. Dann erfuhren wir eine einmalig schöne Landschaft. Der Prinz Aga Khan wusste schon, warum er den ganzen Küstenstreifen kaufte, er ist einfach paradiesisch schön. Die Berge mit den phantastischen Felsformationen, das Meer mit seinem klaren Wasser, die vorgelagerten Inseln - ein Traum! Vom Punta Capaccia sieht man sehr schön in den Golfo die Congianus. Überall diese hübschen vorgelagerten Inselchen! Und die Bebauung der Küste, die haben sich da echt was dabei gedacht - keine hohen Häuser und teilweise sind die Häuser so unauffällig in die Berge gebaut, daß man sie fast nicht sieht.
Wie gesagt, keine Häuser zu sehen, oder doch? Weiter an der Küste entlang, es wurde immer wärmer, bestimmt 28 Grad, wurde es höchste Zeit für ein Bad. Es ist wahr, wir waren am 20.10. im Mittelmeer baden, ca. 21 Grad. Das Wasser glasklar und angenehm erfrischend! So ungefähr zwei Stunden haben wir uns in dieser schönen Bucht, nicht allzuweit von Porto Cervo aufgehalten. Aber schließlich mussten wir weiter, wir fuhren dann noch weiter direkt am Meer entlang bis Palau mit seinen vielen vorgelagerten, teilweise bewohnten Inseln, wie Isola Madalena, auf die man sogar mit einer Fähre mitsamt Auto übersetzen kann. Schade, der Bericht könnte noch viel länger ausfallen, die Eindrücke waren wirklich überwältigend. Aber der Abend naht. Den bereits vom ersten Tag bekannten Weg gings dann zurück über Olbia nach San Theodoro. Bei Rotwein (was sonst!) gab´s wieder ein gutes Abendessen. Wir beschlossen an diesem Abend, den Heimweg nicht mit der Fähre von Sardinien direkt nach Genua zu nehmen. Wir planten, die Fähre von Santa Teresa nach San Bonifacio/Korsika zu nehmen und dann von Bastia nach Genua. Aber darüber später mehr!
Montag, neuer Tag und neues Glück. Eigentlich traurig, denn Morgen sollten wir ja schon den Heimweg antreten. Aber heute erstmal zur Westküste und zwar vorwiegend auf den gelben und grauen Straßen, also teilweise unbefestigt.
Erst wieder, klar oder, Cappuccino und Crossant,aber heute nicht mit Creme, sondern mal mit Marmelade (Abwechslung ist alles).
Und dann Querfeldein, ab zur Westküste. Die grobe Richtung Padru, Telti, Calangianus, Tempio, Costa Paradiso. Es ging vorbei an Korkeichen, wir sahen wilde Litschis (Unedas, heißt nur eine am Tag, sonst gehts ab und du kommst nicht mehr runter vom Häuschen!) - die schmecken recht gut.
Die grauen Straßen auf der Karte waren in Wirklichkeit gelbe Straßen. Paco hat diese Straße der Teerstraßen beschuhten Tiger eigentlich gar nicht zugetraut, aber sie machte alles brav mit. In der absoluten Pampas Sardiniens haben wir uns mal verfranst. Aber war trotzdem Klasse!
Außer Schafen, Ziegen und Rindviechern war hier nichts zu sehen! Weit und breit kein Mensch. Aber dazu sollte man wissen, Sardinien ist etwa so groß wie Sizilien. Auf Sizilien leben 7 Mio Menschen, auf Sardinien nur etwas über 1 Mio.
Nach einem groben Verfahrer waren wir wieder auf dem richtigen Weg. Der Weg war jetzt geteert, aber ungeheuer kurvig und sehr schmal. Es ging vorbei an äußerst interessanten Gesteinsformationen, die die Phantasie anregen. Da gab es eine Felsformation, die aussah, wie ein ICE, eine andere wie an Adlerkopf mit dem geschwungenen Schnabel, usw.. Und Kurven, Kurven und nochmal Kurven.
Man merkte schon, daß wir uns der Westküste näherten. Die Abfahrten waren langgezogen und in der Ferne sah man hin und wieder das Meer. Wir waren da - Costa Paradiso. Bizarre Felsformationen, die so unwirklich ausehen, als seien sie von einem Künstler dahin gestellt worden.
Das Wasser ist genaus klar, wie auf der Ostseite, aber es ist stürmischer. Eine dem Berg sehr schön angepasste Wohnanlage finden wir total ausgestorben vor, wirklich absolute Nebensaison.
Am späten Nachmittag gehts wieder nach Hause nach San Theodoro, denn heute wollen wir ja noch zahlen. Morgen Früh soll´s dann über Korsika heimwärts gehen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Als wir bei Fritz zahlen wollen, ist Besuch da: Michele, ein echter Sarde, der viele Jahre in Zürich lebte und mehrfach versuchte uns zu treffen. Er ist absoluter Motorrad-Fan, fuhr selbst eine Guzzi Falcone und er wollte uns Tipps geben! Und er hat ein Grundstück zu verkaufen, das wollten wir unbedingt noch sehen - also wurde verlängert, wir blieben noch einen weiteren Tag!
Der Dienstag Morgen, Ihr wisst schon und die in der Bar auch ....... Nur daß uns heute Michele abholte. Er ist uns vorausgefahren mit seinem Skoda, mit 70 Jahren, ich kann nur sagen, ein wilder Sarde! Es ging über Olbia nach Enas. Dort war das besagte Grundstück, Haus, zwei eigene Brunnen und 10.000qm Weinberg - fast geschenkt. Er fragte uns, ob wir noch Zeit hätten, er wolle uns was ganz besonderes zeigen. Natürlich hatten wir. So rasten wir ihm ungefähr eine Stunde hinterher.
Wir waren in der Nähe von Torralba an der Nuraghe Santu Antine. Michele, ein echter Fachmann erklärte uns, daß es sich bei diesem 17,5m hohen "Haus des Königs" um eine Burg handelt, die ca. 1200 v. Chr. gebaut wurde. Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir dann auch, warum die Galluren nicht direkt am Meer bauen. Sie haben noch heute Angst vom Meer und alles, was vom Meer kommt, ist schlecht. Deshalb fischen sie auch nicht und deshalb fand ich auch in San Theodoro kein Fischlokal. Die Fische erhalten die Galluren von italienischen Festlandhäfen. In Torralba waren wir noch im zur Nuraghe gehörenden Museum und danach luden wir Michele zum Essen ein. Er sorgte dafür, daß uns die Wirtin extra bekochte. Wir konnten eine Spezialität probieren, von der er uns erst nach dem Essen sagte, was es war, eine Zubereitung mit Rinderkutteln. Leider weiß ich den Namen nicht mehr. Unser Heimweg führte dann über Ozieri, der ursprünglichen Heimat Micheles. Der Bruder von ihm und verschiedene Freunde erwarteten uns schon vor einer Bar. Es war ein großes Hallo, wir waren sowas, wie Stadtgespräch und in der Bar gabs dann, ja was wohl?, Rotwein! Aber das war ein ganz besonderes Tröpfchen, gerne hätten wir einige Gläschen genossen, aber wir mussten ja noch fahren - schade! Also ging´s weiter, Vorhut Michele, und mit gewohnter Geschwindigkeit gings zurück nach San Theodoro. Wir waren dann noch mit in Micheles Casa, er zeigte uns noch seinen Tierpark mit Esel, Weinberg und natürlich mussten wir noch, ja was wohl? probieren, seinen selbstgemachten Rotwein! Auch der ist gut, aber es war wirklich nur ein kleines Gläschen. Bei Dunkelheit gings dann nach Hause. Wir mussten noch Packen, morgen Früh mussten wir spätestens um 6.00 los fahren, denn um 8.00 Uhr legt die Fähre von Santa Teresa nach Korsika ab.
Um 7.15 Uhr waren wir an der Fähre, pünktlich um 8.00 Uhr legte sie ab. Einige letzte, wehmütige Blicke auf Sardinen und den Wachtturm. Eins ist klar: "Sardinien, wir kommen wieder!". Aber jetzt gespannte Erwartung, Korsika, zwar nur ein Tag, aber sicher besser, wie zwölf Stunden Fähre, so dachten wir.
Die Fahrt dauerte nicht lange, ich glaube, es waren 70 Minuten. Der Preis war 15 Euro mit Mann und Maschine.
Der Hafen von San Bonifacio war vom Meer zunächst gar nicht erkennbar, es war nur Steilküste zu sehen. Je näher wir kamen, desto klarer konnte man die Hafeneinfahrt erkennen. Das war sehr eindrucksvoll.
In San Bonifacio erkundigten wir uns gleich nach der Fähre von Bastia nach Genua. Unsere Überraschung war groß, denn es sollte erst am nächsten Tag eine nach Livorno gehen. Das war nur sehr schwer vorstellbar, wir wollten uns in Bastia selbst überzeugen und los gings.
Auf dem Weg löste sich bei der Transe der rechte, hintere Blinker und lampte vor dem Auspuff, der seinerseits mit seinen heißen Abgasen das Plastik schmelzen ließ. Provesorisch konnte das aber gerichtet werden.
Eines muß klar sein, ein großartiger Bericht von Korsika kann hier nicht erwartet werden, denn wir fuhren ja nur von San Bonifacio nach Bastia. Natürlich geben wir gerne die Eindrücke wieder, die wir auf diesen Kilometern erfuhren.
Ob die Insel mit ihren malerischen Buchten, das Meer mit seinem klaren und sauberen Wasser, es ist alles ganz ähnlich wie auf Sardinien.
Um die Mittagszeit waren wir in Bastia. Zuerst erkundigten wir uns nach der Fähre. Es war wirklich so, heute sollte keine Fähre nach Genua gehen. Wir hatten drei Möglichkeiten: 1. heute mit der Fähre nach Marseille und Morgen früh um 8.00 in Marseille. 2. die Nacht in Bastia verbringen und Morgen Früh nach Livorno oder 3. Morgen Abend 18.00 Uhr geht eine Fähre nach Genua Obwohl ein Umweg, entschieden wir uns für Marseille. Da wir sowieso schon unseren Kurzurlaub verlängert hatten, wollten wir unsere Lieben zu Hause nicht noch länger warten lassen!
Da wir noch genügend Zeit hatten, fuhren wir noch zum Kap Corse. Auf diesem Weg ist mir die einzige Tiger, eine schwarze 955i, auf der gesamten Reise begegnet - ist halt schon was besonderes!
Cap Corse ist windig, wild und zugleich wunderschön. Das Wasser ist so klar, daß man die Steine sogar von oben erkennen kann (das sind schätzungsweise 70m).
In Bastia zurück, korsische Brotzeit für die Überfahrt einkaufen, natürlich mit Rotwein. Erst um 17.00 Uhr konnten wir unsere Tickets kaufen. Wir buchten diesmal keine Kabine, nur Sessel.
Wir hatten jetzt noch ausgiebig Gelegenheit, die "Bastia Dockers" beim Beladen der Fähre zu beobachten. Speditionen stellen hier ihre Auflieger ab und die Dockers laden selbige in aller Eile auf und verladen sie auf der Fähre.
Um 17.30 Uhr durften wir einfahren. Mit Koje beziehen haben wir diesmal keine Arbeit. Wir suchen uns einen geeigneten Sitzplatz. Die Sitze haben etwa die Qualität, wie sie Charterflugzeugen verwendet werden, also bequem und mit Liegestellung.
Wir gehen wieder auf Inspektionstour. Die Fähre ist zwar auch schön, aber an die Splendid von der Grimaldi-Line kommt sie bei weitem nicht ran. Dafür ist der Preis auch günstig (ca. 57 Euro pro Mann und Moped). Die Durchsagen erfolgen nur in französisch, auf der Splendid kamen die Durchsagen in italienisch, englisch, französisch und deutsch.
Um ca. 20.00 Uhr legte die Fähre ab, fährt um das Cap Corse Richtung Festland und dann paralell zum Festland nach Marseille.
Wir beginnen mit unserer korsischen Brotzeit, schmeckt wieder prima, natürlich mit Rotwein. Derselbige tut natürlich seine Wirkung. Müdigkeit ist angesagt, wobei Paco nur wenig und sehr schlecht schläft.
So komme ich so langsam zum Ende unseres Berichtes über unseren Sardinien-Kurzurlaub. Die Zeit war wirklich viel zu kurz. Wir haben nur den nördlichen Teil der Insel gesehen und den auch nur oberflächlich. Aber wir haben durch Michele auch, vielleicht etwas intensiver wie normale Touris, Land und Leute in kurzer Zeit kennenlernen dürfen. Wenn uns jemand fragt, was habt ihr auf Sardinien gemacht, so ist unsere scherzhafte Antwort: Motorrad gfahra und Rotwein gsoffa! Das ist wirklich nur scherzhaft, denn es war wirklich sehr viel mehr - ich hoffe, der Leser des Berichts merkt es. Es war so schön, daß wir nächstes Jahr wieder und dann mit mehreren Motorrädern wiederkommen.
Um 8.00 Uhr am Donnerstag kommt die Fähre in Marseille an. Wir fahren dann schnurstracks auf der Autobahn bis Valance, Richtung Grenoble, Genf, Bern Zürich und dann waren wir gegen 17.00 Uhr zu Hause am Bodensee.
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trübe
Aussichten
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rechtzeitig
an der Fähre in Genua
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Tiger
und Transe
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Rezeption
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Land
in Sicht-Korsika
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Sonnenaufgang
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Porto Torre
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wieder fester Boden
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Punta
Tramontana
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Castelsardo
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Blick
von Castelsardo gen Ost
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Santa
Teresa
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Isola
Tavolara
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Felsen
im Samtanzug?
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Unsere
Casa
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sardische
Morgenstimmung
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Monte
Ortobene (955m)
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Monte
del Gennargentu
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Spanferkel
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Tiscali
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Canone
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Capaccia
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Mortorio
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sind hier Häuser
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im Nehmen
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Ironman
Paco
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Fähre
nach La Madalena
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Korkeichen
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Unedas
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Straße, links oder rechts?
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Costa
Paradiso
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versteinertes
Seepferdchen
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total im Berg integriert
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Casa
mit 1 Hektar Weinberg
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Nuraghe
Santu Antine
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Michele,
der wilde Sarde
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der Nuraghe
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und Transe in Fesseln
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Wachttürme
rund um Sardinien
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wieder die Schaukelei
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Bonifacio Hafen
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mit kleinem Problem
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mach die Tore auf!
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