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Rhone- und Seealpen August 2004:
1.Tag Am Freitag, den 27. August um 6.30 Uhr treffen sich der Tigerwolf und der Tiger-Paco am Grenzübergang Thayingen. Schon letztes Jahr hatten wir uns für dieses Jahr einen Trip in die Seealpen vorgenommen. Paco war schon als Vorhut im Mai in der Ecke (siehe Reisebericht Paco´s Seealpen-Tour).
Das Wetter spielte mit und so fuhren wir anständig und brav bei schönstem Wetter durch die Schweiz. Allen Starenkästen trotzten wir und kamen unbeschadet ohne Busse in Frankreich an. Von Genf gings auf der Landstraße Richtung Annecy. Kurz vor dem Lac de Annecy fuhren wir eine vom ADAC empfohlene Route. Gleich vorab, von der Motorradkarte vom ADAC wird es einem gleich zwei Mal warm. Das erste Mal, wenn man wegen der schlechten Darstellung kocht, das zweite Mal, wenn man sie dann klein macht und sich damit am Lagerfeuer wärmt. Öfters gab es Unklarheiten, wie gefahren werden soll. Immer wenn ich den Tigerwolf in meine Überlegungen einbeziehen wollte, kam der Satz: "Du bist der Chef!" Sollte ich noch öfters hören auf dieser Tour! Wir fuhren jedenfalls wieder Richtung Genfer See nach Bonneville, Villeneuve und weiter Richtung Evian. Wir hatten einen wunderschönen Blick auf den Genfer See. In Evian machten wir Pause und tranken Aqua Evian. Den Weg bis hierher hätten wir uns sparen sollen und gleich von Lausanne nach Evian fahren, das würde ich jedenfalls künftig so machen.
Aqua Evian
Nach dieser Erfrischung gings dann endlich los, der erste, etwas höhere Pass heute war der Col du Corbier (1235m).
Stark, oderrr? Durch die lange Anfahrt dachten wir langsam an unser erstes Nachtquartier. Hier muß ich etwas weiter ausholen. Im Januar war in Friedrichshafen die Motorradmesse. An einem Stand machte einer Werbung für das höchste Motorrad-Hotel in Europa in Flaine, offen von Juni bis Oktober, der "Flying Dutchman". Da das in unsere Route passte, wollten wir da übernachten. Telefonisch reservieren war nicht, weil die auf dem Prospekt angegebene Nummer nicht funktionierte. Nach zweistündigem Suchen hatten wir Flaine gefunden. Was war? Dicht war! Ein Anruf bei der Handynummer an der Eingangstür ergab: heute zu, morgen wieder auf, was uns natürlich überhaupt nichts half! Das höchste Motorrad-Hotel ist Teil einer riesigen Bettenburg, in der wohl im Winter Leben ist, aber jetzt ist da alles tot. Eine nähere Betrachtung des Lokals lud dann auch eher zu Weiterfahrt ein. Soviel zu unserer Planung in Verbindung mit "Flying Dutchman". Diesen Umweg machen wir sicher nicht mehr und empfehlen ihn auch keinem-lohnt sich wirklich nicht! Wir fuhren nach Cluses und hatten auch nach einigem Suchen das Hotel Le Bargy gefunden (www.le-bargy.com). Wichtig, direkt vor dem Hoteleingang war der Platz, an dem unsere Tiger´s ausruhen konnten und man konnte vom Zimmer auf die Tigerles gucken.
Da die Hotelküche an diesem Tag zu war, wurde uns die Auberge de Lac empfohlen. Der damit verbundene Fußmarsch tat gut und das Essen war super!
2. Tag Am nächsten Morgen nach einem Petit déjeuner (kleines Frühstück) wurde vollgetankt und ab gings in die Route des Grandes Alpes über St. Gervais weiter nach Megéve. Kurz nach Megéve fuhren wir auf den Col de Saisies.
Paco am Saisies
Am Lac de Roselend machten wir Kaffeepause. Wunderbarstes Wetter lud zum Verweilen auf dem Balkon der Auberge ein. Der Kaffee war vorzüglich, der Wirt fährt selbst Motorrad und ist sehr freundlich, wie die meisten Motorradfahrer. Die meisten? Jawohl, nicht alle! Da waren vier Schweizer, kein Grützi, kein Hallo, kein Servus! Na ja, was solls! Na einer von den vieren, er fuhr eine 1200 RS, wollte unserem Tigerwolf zeigen, wo´s lang geht auf der Auffahrt zum Cormet de Roselend. Aber Tigerwolf zeigte seine Krallen und da war aber schon überhaupt nix drin für die Kuh. Es ging weiter durch Val d´Isere und das bis zum Col des Iseran (2.770m) begegneten uns immer wieder die vier Schwyzer!
das sind die vier Schwyzer
Paralell zur italienischen Grenze fuhren wir Richtung St. Michel de M.. Hier gings links ab Richtung Col du Telegraph.
Die Bar war heute geöffnet und wie man sieht, lässt sich Tigerwolf seine zerkleinerte Kuh gut schmecken, war ein tolles Baguette hier. Nach der Pause gings noch eine Stück weiter aufwärts zum Col du Galibier, diesmal wirklich über den Pass. Der Galibier war doch sehr hoch (2.645m). Wolfgangs Tiger hatte scheinbar Höhenangst, denn die fing plötzlich an zu pieseln (einige Tröpfle), hat die Tour aber nicht beeinträchtigt. Wie sich später herausstellte, war nur eine Dichtung kaputt. Es ging jetzt weiter in Richtung Briancon. Die hohen Pässe hatten wir hinter uns. Langsam wurde es Zeit, nach einem Hotel zu schauen. Wir wurden fündig, ich glaube es war in Mont Dauphin. Zimmer (die Preise, wie abgesprochen überall ca. 50 Euro) war sauber und schön und das Essen war hervorragend. Überhaupt war das ein sehr netter Abend. An unserem Tisch saß ein nettes Ehepaar aus dem Elsaß, er natürlich Biker und LKW-Fahrer. Der Tigerwolf spricht etwas französisch, das Ehepaar ganz wenig deutsch und Paco vermischte das ganze noch mit ein paar Brocken spanisch und italienisch, so wurde das ein unvergesslicher Abend!
das nette Ehepaar
3. Tag Nach einem Petit déjeuner ging es gegen 8.00 Uhr morgens weiter Richtung Embrun zum Lac de Serre-Poncon. Dieses Mal fuhren wir nicht über die Brücke, sondern auf der linken Seeseite weiter. Wunderschöne Ausblicke, schöne Straßen und wenig Verkehr führten uns zum Seeende, der Stelle, wo der Fluß Ubaye den See verlässt. Wenige Kilometer nach dem schönen See fuhren wir rechts, Richtung Sisteron. Ungefähr 3km danach bogen wir links ab, wir wollten doch noch die paar kleineren Pässe mitnehmen, wie den Col de Maure (1.347m) und den Col du Labouret (1.240m). Über Digne gings dann schon auf der toll ausgebauten N85 über Barreme nach Castellane.
In Castellane Ortsausgang ist sehr schön der Lavendel-Anbau bis zur Destillation dargestellt. Ausserdem kann man hier an verschiedenen kleinen Verkaufsstellen echtes Lavendelöl, Parfums, Liköre und viel mehr einkaufen. Also der richtige Punkt für ein Mitbringsel.
hier gibts die Mitbringsel
verdiente Kaffepause
Wir sind jetzt auch schon am Eingang des Canyon du Verdon. Gleich am Anfang haben wir unseren kleinen Hunger im Relais des Gorges du Verdon gestillt und ein schönes Baguette gegessen.
Den Canyon selbst haben wir diesmal an der rechten Seite abgefahren. Es war sehr warm, das Wetter war herrlich, hat also richtig Freude gemacht, baden wäre eigentlich auch nicht schlecht gewesen! Es war wohl gegen 15.00 Uhr, daß wir all die schönen Dinge hier genossen haben und so gings im Eilzugtempo los durch die Provence. Es roch hier öfters stark nach Lavendel, obwohl nicht Erntezeit war. Das lag daran, daß öfters Lavendelfelder gerodet wurden.
Der Tigerwolf hat wieder das Kommando übernommen. Querfeldein auf absoluten Nebensträßchen fuhren wir Richtung Sisteron. Auf der N75 gings dann Richtung Grenoble. Speziell auf dieser viel befahrenen Strecke sind uns mehrere Dinge aufgefallen. Sobald die französischen Autofahrer ein Motorrad hinter sich sehen, fahren sie absolut rechts. So kann man trotz Gegenverkehr überholen. In Deutschland und der Schweiz beharrt jeder Autofahrer auf seiner Fahrspur und der Motorradfahrer soll gefälligst hinten bleiben. Das zweite: Die französische, motorradfahrende Polizei (übrigens meist auf Kühen unterwegs) grüßt und zwar häufig zuerst, vielleicht lags aber auch daran, daß da mal Motorräder und keine Kühe kamen (oh, ohhh!). Das war für uns ein tolles Erlebnis.
Auf dem weiteren Weg Richtung Grenoble bekamen wir mal kurz ein paar Regentröpfle ab. Das sollte das einzige Mal auf unserer gesamten Tour sein. So langsam gings auf die 5 Uhr zu und wir mussten wieder an ein Quartier denken. Direkt an der Hauptstraße 60km vor Grenoble fanden wir das Motel "Le Chalet" in St. Maurice en Triéves. Besonders nett empfanden wir hier, daß unsere Tigerles direkt vor unserem Zimmer parkten. Aber auch das Wirtsehepaar ist äußerst freundlich! Das Essen war vorzüglich. Dieses Motel kann man wirklich, speziell auch für Motorradfahrer empfehlen.
4. Tag Am nächsten Morgen, gegen 8.30 Uhr, wieder nach dem, na Ihr wisst schon, fuhren wir weiter in Richtung Grenoble. Grenoble selbst lassen wir links liegen und fahren praktisch parallel zur Autobahn die Strecke Domene bis Montmelian, weiter auf der N90 bis St. Pierre. Von hier geht´s bergan über den Col d. Frene und den Col de Leschaux. Nicht mehr lange geht es, dann sieht man über den Lac de Annecy, sieht gut aus, gell!? In Sevrier gibts noch ne Pizza. Hier treffen wir auf zwei Biker, die aus Deutschland kommen und von Dauerregen berichten. Sie fahren in die Richtung, aus der wir kommen. Bei Paco macht sich Wehmut breit, denn heute soll ja alles vorbei sein! Na ja, es geht weiter! Und dann kommen wir von Annecy Richtung Genf. Wir werden geradezu erschlagen von tiefhängenden, schwarzen Wolken. Es sieht so aus, als wolle es augenblicklich mit einem Wolkenbruch loslegen. Aber wer sagts denn, Autobahn Genf-Lausanne kein Tropfen, weiter bis Bern, kein Tropfen und ich wills ja nicht spannend machen, Zürich und bis nach Hause kein Tropfen! Wieder bewahrheitet sich das Sprichwort: "Wenn Tiger reisen!" Also Fazit, vier Tage schönes Wetter, vier Tage schöne Erlebnisse, nette Menschen und ein Super-Tourbegleiter und 2000km in vier Tagen ohne Stress! Vielen Dank lieber Tigerwolf! Und "Du bist der Chef" wirds künftig nicht mehr geben. Auf vorgeschlagene Reiserouten vom ADAC verlass ich mich nicht mehr. Künftig nur noch Eigenplanung mit GARMIN 2610! Gelle Tigerwolfi!
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06.30
in Thayingen getankt
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nach
400km wieder getankt
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Pont
de la Caille
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1.
Mal "Du bist der Chef"
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Genfer-See
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am Genfer
See gibts Tiger
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am
Corbier
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nicht
überzeugend-Flaine
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Hotel
le Bargy in Cluses
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Auberge
de Lac in Cluses
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Tigerle
vom Zimmer
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Räuber
auf dem Saisies
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Paco
am Lac de Roselend
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Wolf
am Lac de Roselend
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Paco kommt
auch schon!
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zerkleinerte
Kuh
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Tiger-Pipi-Platz
- Galibier
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Super-Wetter
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die
2. Nacht-unser Hotel
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Lac
de Serre-Poncon
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vom
See-Ende
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Lavendelfeld
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Lavendelanbau
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mechanisches
Sieb
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verschiedene
Lavendelarten
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alte
Destille
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Canyon
du Verdon
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Badende
und Boote
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Motel
Le Chalet
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Tiger
warten vor dem Zimmer
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Bildung
bei Bier
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Blick vom Le Chalet |
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Lac
de Annecy
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Pizza
in Sevrier
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die
haben´s gut, die zwei
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Ende
gut-alles gut!
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